Träume - der Spiegel der Seele


Schon in alten schamanischen Stammeskulturen und in den meisten Hochkulturen der Vergangenheit wurde den Träumen einen besondere Bedeutung und Aufmerksamkeit geschenkt. Dies führte in manchen Kulturen zu einer Tiefgründigkeit und Fülle des Lebens, in einer Weise, die so der westlichen Kultur heute nicht bekannt ist.

Ebenso hatten Träume in den religiös geprägten Hochkulturen in allen Epochen und auf der ganzen Welt eine grosse Bedeutung. So gab es bei den alten Griechen und Ägyptern Traumtempel, in denen Menschen Heilung und Rat fanden. Bei den Römern wurde ein Buch der Traumdeutung überliefert, das aufweist, dass in dieser Epoche Träume zu Orakelzwecken (z.B. vor Feldzügen, Handelsreisen, wie auch Eheschliessungen) verwendet wurden.

 

Lediglich in unserer westlichen, materialistischen und nach aussen ausgerichteten Kultur wird dem Träumen nur wenig Bedeutung zugesprochen, auch wenn unser Schlaf und die nächtlichen Träume ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens sind. Das Bewusstsein ist während des Schlafes nicht ausgelöscht, insbesondere in den sogenannten REM-Phasen ist ein intensives Traumleben erkennbar.

Alle Menschen träumen jede Nacht, wobei die meisten Menschen in unserer Kultur ihre Träume nicht beachten, keine Traumerinnerung haben oder ihre Träume unmittelbar vergessen.

 

Das Bewusstsein befindet sich in der Nacht in einem anderen Zustand, in der Nacht werden wir in unsere Innenwelt geführt, während man am Tag über die Sinne überwiegend auf die Aussenwelt ausgerichtet ist.

 

Träume werden einerseits durch Erfahrungen, Gedanken und Emotionen der letzten Zeit und auch der ferneren Vergangenheit geprägt. Andererseits werden in den Träumen Glaubensmuster, Überzeugungen, Wünsche, Hoffnungen und Ängste des Träumers gespiegelt.

Jeder Traum weist auf ein unbewusstes Thema hin, häufig ist mit diesem Thema eine grosse emotionale Spannung verbunden. Träume lassen die Befindlichkeit des Träumers erkennen, wie auch gerne übersehene Wesenszüge und Fähigkeiten. Auch können Träume wegweisend sein.

Wichtig ist die sehr persönliche Betrachtung der Traumbilder, da deren Bedeutung immer von der individuellen Lebenserfahrung geprägt ist. Ein gleiches Traumsymbol kann somit bei verschiedenen Menschen eine völlig unterschiedliche Bedeutung haben.

 

Die Beschäftigung mit den eigenen Träumen und dahintersteckenden, unbewussten Themen ist ein Weg zur Selbsterkenntnis. Die eigene Denk- und Handlungsweise, wie auch immer wiederkehrende Themen und Konflikte können besser verstanden werden. Je intensiver sich mit den Träumen beschäftigt wird, desto früher können die persönlichen Hinweise erkannt werden. Hierbei ist das Führen eines Traumtagebuches ein sehr nützliches Hilfsmittel.

Der Blickwinkel auf das jeweilige persönliche Thema kann sich verändern und somit dazu führen, besser in Resonanz mit sich selbst und den eigenen Emotionen zu kommen. Dies kann eine sehr heilsame Auswirkung auf allen Ebenen haben. Träume sind eine Brücke zur Seele...

 

Träume, betrachtet als Sprache der Seele, dienen also immer der persönlichen Entwicklung und dem seelischen Wachstum.

 

 

Träume - unser Leben in der Nacht, Workshop

27.03.2018, 19.00 - 21.00 Uhr

08.06.2018, 19.00 - 21.00 Uhr

 

 

ab Mitte 2018 ist eine einmal pro Monat stattfindende Traumerfahrungsgruppe in Planung

 

bei Interesse gebe ich gerne genauere Informationen...

  

 

" Träume sind wahr solange wir sie träumen - und leben wir nicht immer im Traum? "

Alfred Lord Tennyson (1809 - 1892)